Daze

Slow down to speed up

Punk, Grunge, Garage

Mellow Die, MD001, Rec Rec

2/07

 


Zuerst einmal ist da mehr Langsamkeit (slow) als Geschwindigkeit (speed up). In moderner Garagenrock-Manier, das Tempo wohlwissend gedrosselt, eröffnet das Zürcher Quartet Daze ihren bereits fünften Longplayer. Überraschenderweise kippt besagter Song gegen Ende in den fiebrigen Grunge von Nirvana. Die Stimme des Sängers Mathis Eigensatz ist gerade hier, und auch an anderen Stellen, nicht weit entfernt von der von Kurt Cobain. «Aftertaste hits first» haut in die gleiche Kerbe, ist aber mehr Dinosaur Jr. als Nirvana. «Get fame» lässt den geneigten Hörer wieder an Nirvana denken. Der nächste Song ist schliesslich Nirvana mit hochdeutschem Gesang. Bevor einem in den Sinn kommt, Daze würden sich zu stark an Nirvana orientieren, schwenken sie mit «Nomis die!» auf lärmigen Indierock um. Mit «Price of love» wagen sie sich dann sogar an einen Song der Everly Brothers, den sie in eine rüde Garagenrocknummer verwandeln. Mit Song Nummer 11, «Well, well» zollen sie kurz vor dem Ende noch der englischen Garagenrock-Legende Billy Childish (Headcoats, Headcoatees, Mighty Caesars, Milkshakes, Pop Rivets etc.) Tribut. So nett, wie Comic-Cover von «Slow down to speed up» aussieht, klingt die CD beileibe nicht. Daze lassen es krachen und zwar gehörig!! RPA  

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