Gschpässig

Jackpot

Mundartrock

Eigenvertrieb, ,www.gschpaessig.ch

6/06

 


Irgendwie eigenartig, auf gut Schweizerdeutsch «gschpässig» kommt dem wohlgesinnten Hörer die gleichnamige Band schon etwas vor. Das Oberwalliser Quartet um Sänger Ralph Miethig (ehemals Intus) hat seinen Bandnamen beileibe nicht ganz grundlos gewählt. Auf «Jackpot» kultiviert die 1997 als Projekt ins Leben gerufenen Formation, als Mundartrockpop getarnt, eigenartige musikalische Verwirrlichkeiten, befremdliche Textpassagen und abstruse Songideen. Eröffnet wird der Reigen der 14 Songs mit dem funky «Voll drnäbe», inklusive mysteriös blubberndem Bassintro. Textlich abgerundet wird besagter Song mit Bekenntnissen wie «Ich grinse wiene Depp und ich grunze wiene Sau», eben «Voll drnäbe». In «D’ratte» vermissen Gschpässig jemanden, aber fehlen tut er ihnen trotzdem nicht. Im fünften Lied sind die vier Herren, wie es der Titel schon sagt «Besser wa wier sälbscht». «Rägetanz» ist zentriert um ein eigenartiges, aber irgendwie faszinierendes Gitarrenriff. Zum Abschluss wird auch noch dem übermässigen Ansammeln von Weisheit der Kampf angesagt: «Sovill wiisheit ufem hüfe Sellti zwischendri verschnüfe. Gib doch endlich mal n biz rüe und häb mal d’schnurra züe.» Gschpässig aber unterhaltsam. RPA  

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