Joyce

Club x

Rock, Pop

K-tel, Je2006-2, K-tel

9/06

 


Auf ihrem nunmehr zweiten Werk befasst sich die Zentralschweizer Band Joyce mit den horizontalen Dingen des Lebens, der Liebe und der Lust und Unlust. Die angedeutete Schlüpfrigkeit des Covers, Schaufensterpuppen beim Liebesspiel, findet in den Texten aber nur teilweise statt, zum Beispiel im Titeltrack oder «Lust and disgust». Andere Texte, wie «Coa» setzten sich kritisch mit dem Traum «Hollywood / Los Angeles» auseinander oder thematisieren die Züchtung des perfekten Menschen («Brainiac»). Musikalisch wird diese nicht immer leichte Kost mit Hardrock getränktem, modern inszeniertem Pop-Rock untermalt. Joyce wagen sich streckenweise sogar ins Gebiet Industrialrock vor. Als dominierendes Element dürfen aber vor allem Bands wie die aktuellen Toto herangezogen werden. Gelegentlich lässt das Quintett aber auch Elemente von Led Zeppelin und den späten Deep Purple anklingen. Dabei sind Joyce ein paar wirklich ansprechende Songs gelungen. Einer ist die schöne Ballade «Coa», ein anderer das poppige «Day one», aber auch «Brainiac» oder «Better world» haben ihren Reiz. Ohne Grund durfte Joyce also nicht 2004 am Jazzfestival in Montreux auftreten. RPA  

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