Lird Van Goles

Who set that fire

Alternative, Progrock

Little Jig, LJ-110, Irascible

11/07



 

So etwas würde man nicht unbedingt aus dem doch eher ländlich bodenständig Gersau erwarten: Vertracktheit á la Mars Volta und King Crimson, zuweilen beschwert durch Elemente aus dem musikalischen Kosmos der Melvins und Black Sabbath, durchzogen mit der Experimentierfreudigkeit von Neu oder Ash Ra Tempel. Das Trio Lird Van Goles überrascht den Hörer auf «Who set that fire» und macht es ihm nicht unbedingt einfach. Die Band um Sänger und Bassist Simon Reichmuth schert sich einen Deut um konventionelle Songstrukturen. Lieber kümmern sie sich um die Dynamik eines Songs: Abrupte Wechsel, laut, leise, schwebende Momente, die zerfliessen und viel unkalkulierbare Spannung. Der Abschluss «Walk in holy ghostwood» ist zum Beispiel lange als Instrumental getarnt. «Transport your bodies and leave» überrascht nach längerer Unberechenbarkeit mit einem lyrischen Zwischenspiel inklusive Sitar. Black Sabbath und Melvins mahnende Schwere offeriert «Indoor cuhurum dooom». Und das fliessende «Phase III» verschwindet und kommt plötzlich wieder. Kopfmusik mit Hirn!! RPA  

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