Scream

Vinyl

Mundart-Rock.

Muve, 902412, MV

Mit Big Brother hat für die Berner Band Scream alles erst so richtig angefangen. Als 2000 ihr «Wohncontainer» durch die Schweizer Wohnzimmer tönte, wussten Herr und Frau Schweizer: die schreien nicht, die heissen bloss so. «Wohncontainer» war eine liebe Popnummer. Wie auch «Love hurts» (Nein, nicht das von Nazareth), das Scream 2001 als Titelsong für die x-te Verfilmung der Heidi-Geschichte lieferten. Von diesem Image als liebliche Popband wollen Scream mit ihrem zweiten Album «Vinyl» nun weg. Indie-Mundart-Rock, statt Mundart-Pop. Verzerrte Gitarren, Rock’n’Roll, Lärm, Aufmüpfigkeit. Beim letzten Song meint man für einen Moment sogar die instrumentale Dramatik von Led Zeppelin zu hören. Textlich will diese Umorientierung noch nicht so recht klappen. Zu oft verstrickt sich Sänger und Songschreiber Christian Häni noch in Banalitäten («Mi dünkts mir ghöre zäme wie dr Mond und d Stärne») oder Klischees («Aber Gäld macht mi nid so richtig glücklech»). (RPA)

 

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