Slope

White Lies

Low-Fi-Pop-Folk

Gentlemen Music GTL 000-2

Jeder, der auf sauberen Klang steht, sollte die neue CD der Westschweizer Band Slope besser meiden. Was das Quintett auf seinem zweiten Album "White Lies" präsentiert, ist rücksichtsloser Lo-Fi-Pop - irgendwo zwischen Polar, Smog und den Guided By Voices. Da rumpelts, krachts und schepperts teilweise gar ohrenbetäubend. Der Titelsong "White Lies" klingt, als hätte jemand bei geschlossener Tür von draussen einen Smog-Song aufgenommen. In anderen Songs verwirrt die Band um Francisco Meirino mit dem Einsatz von deplatzierten Effekten. In "Man I Wanna Be" ist es das Knacken einer Schallplatte, "Sad Day" wurde durch ein Gewitter "stürmischer" gemacht, und in "Courage" knistert im Hintergrund gemächlich ein Feuer. Irgendwo hat diese unergründliche Schiefheit aber auch einen gewissen Charme, der neben den teilweise fragilen Songs auch mit dem poetischen Glockenspiel zu tun hat.(RPA)

 

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