Ego-N

Here I Am

Schrägpop, Psychedelik

Bong, 74352, COD Music/MV

egon_99.jpg (10130 Byte)Bei Sonicnet wurde diese fünfte Langspielproduktion des schrägen Baslers zum «Album des Monats» erkoren: Nachdem nun Jack Stoiker nun schon in den Homestories der Schweizer Illustrierten herumlümmelt, braucht es nun einen neuen Stern, der auf den ausgetrampelten Pfaden der Dialektik zwischen Dilettanz und Brillanz aufgeht. Auf diesen Pfad, den die «Ö la Palöma Boys», Guildo Horn, Mambo Kurt und Helge Schneider schon reichlich breit getreten haben, begibt sich der Basler EGO-N mit «Here I Am». Doch der Happening- und Performance- Künstler schlittert nun schon eine Weile hart an der Grenze zum Schwachsinn vorbei.

Für Credibility ist gesorgt: Sein Erstling «Fuck The Piano» hatte es immerhin zur «Soundsplatte der Woche» geschafft, sein Zweitling «Die Zukunft kommt» provozierte dagegen hauptsächlich Kopfschütteln in den Promoabteilungen der Plattenfirmen und in den Schreibstuben der Musikjournaille. «Here I Am» bietet Klang-Kuriositäten wie «Ich bin in einem Lautsprecher eingesperrt» (sprich: isch bin in eine Lautschprecher eingesperrt) oder «Hier dusche ich» (Klanganalogien kann man sich vorstellen). EGO-N ist Chanson am Rande des Nervenzusammenbruchs. Und dann gibt's da noch den kategorischen Imperativ dieses Werks: «und plötzlich hast du das Gefühl, sehr viel Alkohol trinken zu müssen». Genau. Hat man nach dem Hören absolut. Für alle Freunde und Freundinnen des schlechten Geschmacks ein unbedingtes Muss. Ganz sischer.

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