Gölä

Uf u dervo

Sound Service, 180198, Phonag

gölä.jpg (22014 Byte)Das erfolgreichste Schweizer Album des Jahres 1998 - und die Riesenüberraschung für die Musikbranche. Noch nie kam ein Newcomer gleich so gut an, wurde eine Erstlingsalbum so gut verkauft. Bis Ende 1998 setzte sich «Uf u dervo» über 130'000 Mal ab und belegte monatelang Plätze in den Top 10 der Hitparade. Später wurde gar die 200'000er Grenze überschritten. Die erste Single-Auskopplung, das rockige «Keini Träne meh» war 1998 das bestplazierte einheimische Stück in der Hitparade (vgl. Auswertung).

Der im emmentalischen Opplingen (BE) aufgewachsene Gastwirt-Sohn und Handwerker Marco Pfeuti (Jahrgang 1968) beansprucht mit seinem unter dem Künstlernamen Gölä eingespielten Debüt gleich einen Platz neben Polo Hofer, Florian Ast, Züri West und anderen Mundart-Topsellern.

Vorauszusehen war ein derart sensationeller Durchbruch kaum - auch nicht für Rolf Widmer, Chef der Plattenfirma Sound Service, der den kräftigen Mundart-Sänger unter Vertrag genommen hat. Gölä, früher Weltenbummler und heute Familienvater, vermag mit seinem eigentlich althergebrachten, jedoch abwechslungsreichen Mundartrock die grosse Mehrheit alleweil zu überzeugen. In seinen Songs erinnert sich der Singer/Songwriter unter anderem an seine vielen Reiseerlebnisse und Abenteuer, vorgetragen in der direkten, rauhen ‘Büezer’-Sprache.

«Uf u dervo» wartet mit einprägsamen Melodien, schönen Arrangements und einer soliden Leadstimme auf - auch die Begleitband versteht ihr Handwerk.  Die «Mischung aus Verlierer-Blues und Fernweh-Schlager, halb Polo Hofer, halb Peter Reber» entspreche eben der Beliebigkeit unserer Zeit, kommentiert   Facts sarkastisch. Dennoch erkor das Magazin den singenden Bauarbeiter gleich zum Schweizer des Jahres...

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