Fredi Hinz

Unstoned

Comedy, Talk

Kein & Aber

7/05



Der Kiffer der Nation gibt sich die Ehre und uns die Kante. Viktor Giacobbos gut gemeinte Einleitung mischt Fredi Hinz gekonnt auf, macht seinen "Schöpfer" stinkig und startet die CD mit den Worten "Dänn gang doch - Let´s rock!". Und das tut er dann gleich, auch wenn ´rocken´ in musikalischer Hinsicht eher relativ ist. Hinzens verrauchte Stimme macht´s wett, wenn er in Willy DeVilles "I call your name" im Duett mit Jessy Howe Susis Namen ruft und doch keine Antwort erhält. Für Fans ist der Song übrigens auch gleich als Karaoke-Version mit auf der CD. Die Interpretation des Songs vom Musikkollegium Winterthur ist fast schon so klassisch wie Fredis Rezitation von Hesses "Im Nebel" oder Goethes "Gefunden". Was Fredi Hinz übrigens mit der schliesslich doch vertrockneten Pflanze anstellt, die er auf Johann Wolfgangs Rat mitsamt Wurzeln aus dem Wald heim gebracht hat, sei hier nicht verraten... Zweifel am Titel der CD sind jedenfalls angebracht, wenn Fredi in absoluter Hochform referiert: "Früener bin ich no Trendsetter gsi - hüt kiffet ja jede Tubel!". Herzstück der CD aus unserer Sicht ist aber "Fredis Musik Talk" mit Jean Ziegler und Peter Bichsel, der sich natürlich lange nicht um Musik drehen will, schliesslich aber doch die Lieblingssongs und die privaten Musikvorlieben seiner Gäste preis gibt. Dass Fredis Lieblingsinstrument die Trompete ist, hat natürlich genau so mit seiner Lieblingstätigkeit zu tun, wie sein Lieblingstier, der Elefant. In volle Fahrt kommt Fredi live, wo er über Peter Saubers Windkanal und dessen Einsatzmöglichkeit als Massen-Bekiffer-Maschine stusst. Fredi erklärt die Präambel der Nationalverfassung und schliesst, wenn´s ihm wohl ist, sind wir stark -"hasta la Helvetia siempre. Patria fuego de dios and blowing in the wind" (trespass.ch)

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