Q-Point

Nothing Else

Ambient

Mole

2/06



Mit dem zweiten Q-Point-Release, setzen Eric Hunziker und Yasmine Meguid auf Altbewährtes, so scheint es auf den ersten Blick. Nicht nur, dass dieselbe Knetfiguren-Optik das Cover ziert, das bereits «Flow» ein Gesicht verlieh. Nein, das Zürcher Ambient-Duo setzt beispielsweise auch im Studio auf dieselben Mitmusiker. Ansonsten ist der Albumtitel recht irreführend. Q-Point hat sich spür- und hörbar weiterentwickelt. Die Stimme der New Yorker Sängerin Yasmine Meguid ist deutlich in den Vordergrund getreten und scheint sich nicht mehr an der Musik zu orientieren, sondern die Musik sich an ihrem Gesang. Deutlich weniger experimentell, deutlich reduzierter, gereifter und selbstbewusster klingen Hunziker/Meguid heute, knapp zwei Jahre nach dem Erstling. Auf «Nothing Else» beschränken sich Q-Point aber auch deutlich in den Stilen. Waren auf «Flow» D’n’B-Klänge noch selbstverständlich, fehlen sie auf «Nothing Else» völlig, sind einem smarten Ambient-Pop mit Jazz-Touch gewichen. Was sich bei erstem Hinhören und Hineinfühlen als zarter Ambient verkauft, hat eigentlich noch viel mehr als je zuvor bieten. Auch die Songtexte zeugen von Wandel: Leidenschaft, unerfüllte Sehnsüchte und Schmerz – statt Happyness, Hingebung und scheinbar leichtfertigen Träumereien. Café del Mar lässt grüssen. www.trespass.ch.

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