SUISA warnt vor schwierigen Zeiten

Positive Zwischenbilanz an der Generalversammlung 2008

(SMN) Die Schweizer Urheberrechtsgesellschaft SUISA vermeldet zwar steigende Mitgliederzahlen und einen konstanten Umsatz, Präsident Hans Ulrich Lehmann verwies an der Generalversammlung dennoch auf eine schwierige Zukunft: «Mit den elektronischen Medien ist die Musiknutzung massiv gestiegen, insbesondere das private Kopieren geschützter Inhalte. Die Einnahmen aus den Urheberrechten vermögen dieser Steigerung des Konsums nicht zu folgen.» An der Versammlung wurde auch die Verkleinerung des Vorstandes der Suisa zurückgewiesen. Die anwesenden Mitglieder folgten der Empfehlung des Vorstands, der für eine Beibehaltung von 15 Vorstandsmitgliedern plädiert hatte. Sie vertreten alle Sparten, Berufsgruppen und Regionen. Insgesamt zählt die Vereinigung 25 000 Mitglieder.

Schliesslich wurden auch die Mitglieder des SUISA-Stiftungsrates Roy Oppenheim, Jean Zuber und Walter Rüegg verabschiedet. Die Nachfolger sind René Baiker (action swiss music), David Johnson (SIG, action swiss music), Alfred Meyer (Generaldirektor SUISA) und Marc Savary (Direktionsmitglied SRG). Damit ist populäre Musik in der SUISA-Stiftung weiterhin vertreten.

Zu den Zahlen: Die Einnahmen aus der Lizenzierung von Urheberrechten stiegen leicht auf 132,276 Millionen Franken an (2006: 131,028 Millionen Franken). Dies ist unter anderem auf das gute Ergebnis bei den Sende- und Aufführungsrechten zurückzuführen, wo die vielen erfolgreichen Grossanlässe ein ungebrochenes Interesse an Live-Musik belegen. Weiter rückläufig sind dagegen die Einnahmen aus den Tonträgerverkäufen (Vervielfältigungsrechte minus 0,7 Prozent), das Geschäft mit der Lizenzierung von Ringtones ist gar um die Hälfte zurückgegangen. Das Internetgeschäft ist proportional mit 64 Prozent zwar beträchtlich gewachsen, kompensiert jedoch in absoluten Zahlen bei weitem nicht den Rückgang im Tonträgerbereich. Insgesamt stieg die Verteilsumme der Genossenschaft im vergangenen Geschäftsjahr um 0,8 Prozent auf 112,7 Millionen Franken.

 

 
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