Höchster Musikpreis für Berner Komponist

Klaus Huber bekommt den Ernst-von-Siemens-Musikpreis 2009

(SMN) Die von der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung vergebene und mit 200‘000 Euro dotierte Auszeichnung – die höchste Summe der Branche - gilt als inoffizieller «Nobelpreis der Musik». Der Komponist Klaus Huber wird am 15. Mai 2009 bei einem Festakt in den Münchner Kammerspielen geehrt. Auszeichnung gilt als der höchstdotierte Preis der Branche.

Der 84jährige erfährt damit eine späte grosse Anerkennung. Huber wurde bereits der Musikpreis Salzburg 2009 zugesprochen, der alle drei Jahre vergeben wird. (80 000 Euro). Klaus Huber ist einer der international renommierten Repräsentanten zeitgenössischer Musik. Sein umfangreiches Werk umfasst Kammermusik, Oratorien und Opern. Nach Ansicht der Jury verbindet sich in seinem Werk «neueste Musiksprache mit den Kontrapunkttechniken der Alten Musik». Es gehe ihm um geistliche Musik, aber auch um aktuelles soziales und politisches Engagement.

Huber hatte – nach einer Ausbildung zum Lehrer – von 1947 bis 1955 in Zürich Komposition studiert. Als Schlüsselwerk gelten die «Cantiones de Circulo Gyrante» (1985), in denen Texte der mittelalterlichen Benediktinerin Hildegard von Bingen neben einem Gedicht Heinrich Bölls über die im Krieg zerstörten Kirchen Kölns stehen.

Die Stiftung vergibt ausserdem Förderpreise in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen Euro. In diesem Jahr kommen die Förderungen unter anderem den Donaueschinger Musiktagen, der Münchner Biennale und dem Lucerne Festival zu Gute. Einen Förderpreisen für Komposition erhalten Francesco Filidei, Lin Yang und Miroslav Srnka. In den Vorjahren erhielten unter anderem Anne-Sophie Mutter, Brian Ferneyhough und Daniel Barenboim die Auszeichnung.

 

 
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