Rücktritt des Präsidenten der Suisa-Stiftung für Musik

Thierry Mauley stolpert über das Debakel mit dem Swiss Music Club

(SMN)   Wegen des geänderten Konzeptes und der schlechten Umsetzung der Schweizer Musikpräsenz an der Musikmessse MIDEM in Cannes hagelte es im vergangenen Januar Kritik von allen Seiten (vgl. separaten Bericht). Diese richtete sich vor allem an den Verantwortlichen des Projektes «Swiss Music Club»: Thierry Mauley, Präsident der Suisa-Stiftung. Nun hat er die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Wie die Mittelland-Zeitung schreibt, bleibt Mauley vorerst noch im Stiftungsrat, doch werde bei der Stiftung bezweifelt, ob er noch tragbar ist. Zu viel Geschirr habe die Affäre zerschlagen.

Skepsis in der Branche bleibt auch bezüglich der Wirksamkeit von Clubauftritten als Förderungsmassname. Doch erarbeitet jetzt eine Arbeitsgruppe der Stiftung (Jean Zuber, Roy Oppenheim und Romano Nardelli) Vorschläge für ein neues Midem-Projekt. Ein Knackpunkt ist hier die Finanzierung, denn die Partner und Geldgeber Pro Helvetia, der Branchenverband IFPI Schweiz und die Schweizerische Interpreten-Gesellschaft SIG haben ihre finanzielle Beteiligung nach den Vorkommnissen sofort sistiert.

 

 


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