Krise beim Schweizer Musik Syndikat SMS

Das Kultur-Sparen bringt den Jazz-Verein in Bedrängnis

(SMN) «Die Lobby für den Schweizer Jazz und die Schweizer Jazzmusiker ist in seiner wirtschaftlichen Existenz akut bedroht.» Dies berichtet die Aargauer Zeitung Anfang Januar 2006. Der Grund sei das Zusammenfallen eines Liquiditätsengpasses mit Subventionskürzungen. Denn das Bundesamte für Kultur streicht seine Zuschüsse zusammen: Musikverbände wie das SMS erhalten per 2006 ein Viertel weniger Geld. «Mit dieser verantwortungslosen Sparpolitik müssen wir den Laden dicht machen», wird SMS-Präsident Urs Röllin zitiert. Der Jazz in der Schweiz würde damit eine wichtige Stimme verlieren. Gleichzeitig löst diese Entwicklung eine Diskussion über die Sparfolgen aus. Auch andere Schweizer Musikverbände werden mit drastischen Einsparungen konfrontiert.

Unter dem Namen «Swiss Musicians Solidarity» (SMS) ist inzwischen eine Rettungskampagne angelaufen. Die Jazzgemeinde wird aufgefordert, zusammenzustehen, zu handeln und zu spenden. Unter anderem hat der Grafiker und Leiter des Jazzfestivals Willisau, Niklaus Troxler, dem SMS eine Seriegrafie überlassen, dessen Verkaufserlös dem Jazzverband zugute kommt.

 

 
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