Aufruf gegen Revision des Urheberrechts

Online-Initiative «Kunstfreiheit»

(SMN) Die aktuelle Revision des Schweizerischen Urheberrechts werde negative Auswirkungen auf die zeitgenössische Weiterentwicklung und Verwirklichung von Kunst und Kultur haben – dies meinen die Initianten der Online-Initiative «Kunstfreiheit». Unterzeichner aus dem Kulturbereich wendeten sich mit einem offenen Brief an Justizminister Christoph Blocher und Mitglieder der national- und ständerätlichen Rechtskommission. Anstatt eine Balance zwischen Schutz von Werken und Zugang zu definieren, würden die Interessen der traditionellen Verwertungsindustrien einseitig bevorzugt. Aus Sicht der Kunstschaffenden besonders problematisch sei die geplante Privilegierung technischer Schutzmassnahmen für den Kopierschutz. Zugunsten kurzfristiger kommerzieller Interessen der Rechtsverwerter werde langfristig eine freie Entwicklung der Kunst beeinträchtig, so der Vorwurf.

Wie der Kleinreport berichtet, Es gehe beileibe nicht nur um einige Jugendliche, die Gratis-Musik und -Filme aus dem Internet herunterladen wollen, sondern betroffen seien alle Kunstschaffenden: «Quer durch die Branche gibt es Leute, die das Gefühl haben, dass die Entwicklung in die falsche Richtung läuft», sagte Felix Stalder, Dozent für Neue Medien an der Zürcher Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGKZ). Entsprechend sei der Aufruf unterschrieben von Schriftstellern, Musikern, Verlegern und Internetfachleuten. Am 18. Oktober ist an der HGKZ eine Podiumsdiskussion vorgesehen. Bis dann wollen Felix Stalder und Annette Schindler, Leiterin «plug.in», Basel, weiter Unterschriften sammeln.» (Kleinreport, 5.10.06)

Mehr dazu: http://www.kunstfreiheit.ch

 

 
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