Volksinitiative «Jugend + Musik» lanciert

«Historischer Moment» für den Schweizer Musikrat

(SMN) Eine ausserordentliche Delegiertenversammlung des Schweizer Musikrats (SMR) hat am 23. März 2007 der Verfassungsinitiative «Jugend + Musik» mehrheitlich grünes Licht gegeben. Damit soll die musikalische Bildung in und ausserhalb der Schule sowie die Förderung von Begabten verfassungsrechtlich auf eine neue, verstärkte Grundlage gestellt werden.

Mit der Unterschriftensammlung kann voraussichtlich im Juni 2007 begonnen werden. Dazu erforderlich ist vorab eine finanzielle Zusage der Mitgliedsverbände des SMR - das Budget für das erste Jahr beträgt Fr. 250'000.-.

An der Versammlung in Bern legten Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi-Obrist (FDP/AG), Nationalrätin Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG) sowie Staats- und Verwaltungsrechtsprofessor Dr. Rainer Schweizer, Hector Herzig und Mark Flury, beide Projektleiter der Arbeitsgruppe, ihre Argumente für die Volksinitiative dar. Auch wenn die Initiative scheitern sollte, verschaffe sie «der Musik und den herrschenden Missständen in der musikalischen Jugendarbeit und in der musikalischen Bildung» dennoch Gehör.

Vorschlag für den Wortlaut des Initiativtextes, der allerdings noch nicht durch die Bundeskanzlei abgesegnet ist:

Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert:

Art. 67a (neu) Musikalische Bildung

1 Bund und Kantone fördern die musikalische Bildung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen.

2 Der Bund legt Grundsätze fest für den Musikunterricht an Schulen, den Zugang der Jugend zum Musizieren und die Förderung musikalisch Begabter.

 

 
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