Initiative «jugend + musik» lanciert

Musikrat will obligatorischen Musikunterricht und Talentförderung

(SMN) Mit einer eidgenössischen Volksinitiative soll «die musikalische Bildung in der Schweiz aus ihrem Schattendasein geführt werden» So beschrieb Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi das von ihr mitgetragene Anliegen. Ein neuer Verfassungsartikel soll festlegen, dass Bund und Kantone die musikalische Bildung fördern, insbesondere von Kindern und Jugendlichen: «Der Bund legt Grundsätze fest für den Musikunterricht an Schulen, den Zugang der Jugend zum Musizieren und die Förderung musikalisch Begabter».

Kinder und Jugendliche sollen im obligatorischen Schulunterricht einen Musikunterricht erhalten, welcher der Qualität des Unterrichts in andern Fächern entspricht. Junge mit besonderen musikalischen Begabungen sollen gefördert werden – und Unterstützung erfahren, wenn sie sich an Musikschulen ausbilden lassen.

Hinter der Initiative steht der Schweizer Musikrat, Dachverband von 60 Musikorganisationen und verbänden mit gesamthaft einer halben Million Mitgliedern. Er finanziert die Initiative mit 250000 Franken und peilt genau soviele Unterschriften an. «Musik macht intelligent und fördert die soziale Kompetenz junger Menschen», besonders das aktive Musizieren spiele dabei eine entscheidende Rolle. Dem Initiativkomitee gehören Parlamentsmitglieder aller grösseren Parteien an.

Mehr Infos: www.musikinitiative.ch

 
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